6. Klassen besuchen den Weltladen

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"Kleine Hände – krummer Rücken": Die Ausstellung des Kinderhilfswerks Unicef zu ausbeuterischer Kinderarbeit im Weltladen Speyer war Anlass für eine Exkursion der 5. Klassen in katholischer Religion und Ethik.
Zunächst einmal musste geklärt werden, was überhaupt unter Kinderarbeit zu verstehen ist: Nämlich Tätigkeiten von Kindern, die sie in ihrer gesunden Entwicklung behindern, weil sie nicht zur Schule gehen können und/oder sie gesundheitlich geschädigt werden. Vielfach werden Kinder durch diese Form der Arbeit sogar von ihren Familien getrennt. Eine gewisse Mithilfe in der familiären Landwirtschaft oder gar im Haushalt ist hingegen nicht als ausbeuterische Kinderarbeit zu verstehen.

Frau Weber vom Weltladenteam erklärte den Schüler(inne)n, dass die ausbeuterische Kinderarbeit gerade bei der Kakao-Ernte in manchen afrikanischen Ländern sehr häufig ist, weil Kinder und Jugendliche billige Arbeitskräfte sind. Die Plantagenbesitzer sehen sich wiederum durch den niedrigen Kakao-Preis auf dem Weltmarkt bezwungen, die Kosten bei der Ernte gering zu halten.

Diesen Teufelskreis durchbricht der faire Handel, indem er den Kakao-Bauern einen festen Preis garantiert und darauf achtet, dass keine ausbeuterische Kinderarbeit stattfindet.

In der anschließenden Weltladenrallye erfuhren die Schüler(innen) noch mehr über den fairen Handel und seine Produkte und durften auch die Schokolade probieren. Zum Abschluss wurden sie auch eingeladen, sich im nächsten Schuljahr in der Fairtrade-AG für bessere Arbeitsbedingungen von Kindern und Jugendlichen weltweit zu engagieren.

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Monika Bossung-Winkler